Impressionen eines Dorfes

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Aktuell

Aktuell

 

Der  Klosterverein lädt zum Adventsmarkt am 14. und 15. Dezember 2019 jeweils ab 10 Uhr ein.
Händler von nah und fern bieten verschiedensten Dinge von Nützlich bis Ausgefallen. Es gibt tiefgefrorene Enten und Gänse für Ihr Weihnachtsmahl und auch frisch geschlagene Tannenbäume können Sie kaufen. Anders, als viele andere Märkte, legen wir großen Wert auf Kunsthandwerker und Hersteller aus der Region, die ihre Waren auch selbst produziert haben.

 

 

Landweg Qualitz - Laase

Landweg Qualitz - Laase

Wie weiter mit dem Laaser Landweg?

Ein kraftvolles Zeichen für die Erhaltung einer naturnahen Kulturlandschaft setzten die ca. 80 Teilnehmer der Wanderung am 28.9., mit der wir auf den besonderen kulturellen Wert des Landweges von Qualitz nach Laase hinweisen wollten.
Einwohner aus allen Ortsteilen der Gemeinde und aus dem Amtsbereich Bützow-Land informierten sich über den Stand der Planung für die Befestigung des Weges. Vertreter vom Naturschutzbund, vom Förderverein Bützower Land, vom Naturpark Sternberger Seenland, vom Wanderverband M-V und von den Bürgerinitiativen aus Laase und Moisall plädierten für den Erhalt des Weges in seiner naturbelassenen Form.
Frau Schulz vom Landwirtschaftsbetrieb Schulz aus Qualitz beschrieb die Notwendigkeit der Befahrbarkeit von Teilen des Weges als Wirtschaftsweg, wofür sie einen Aufbau mit wassergebundener Decke anstelle von Beton befürworten.

Am  29.10.2019 wurden alle Einwohner der Gemeinde, der Gemeinderat, die Landwirte der anliegenden Flächen, die Jagdpächter und die Touristik – Unternehmer zu einem Informations- und Diskussionsabend eingeladen..
Eingeladen wurden ebenfalls die Vertreter der zuständigen Behörden und Verbände und des Planungsbüros.
Veranstaltungsort war die Hofscheune von Familie Schulz in Qualitz.

Am 1. 11.2019 erschien dazu in der SVZ ein ausführlicher Bericht (einsehbar bei Gudrun Schützler)
60 Interessenten waren erschienen, 30 ergriffen das Wort. Der Moderator Frank Endjer fasste zusammen::
"Die breite Masse hat das Bedürfnis nach Ruhe und Natur. Das Projekt steht noch am Anfang, es gibt eine Idee, die Entscheidung steht noch aus. Die Gemeinde ist heute angehalten, die Meinung der Menschen zu berücksichtigen."

Eine weitere Zusammenkunft zwischen der Bürgerinitiative und der Gemeinedevertretung fand am 7.11.2019 statt.
Dazu ein Artikel in der SVZ am 15.11. "Debatte führt auf Abwege" - Verhärtete Fronten - (ebenfalls bei Gudrun Schützler einsehbar)

Herbstwanderung auf historischem Landweg 

Die Bürgerinitiative „Alte Landwege erhalten“ hat zu einer Wanderung eingeladen, um auf die Schönheiten und die Besonderheiten dieses naturbelassenen Weges aufmerksam zu machen, da die Gemeindevertretung Baumgarten plant, diesen Weg auszubauen.
Schon seit Jahrhunderten verbanden die alten Landwege die Ortschaften und wurden zum Transport von Gütern genutzt. Heute dienen die unbefestigten Landwege mit den Baumbeständen, Hecken und Pflanzen sowohl als Lebensraum für Bodenlebewesen, Insekten, Vögel, Kriech- und Säugetiere, als auch als Ruhe- und Erholungsraum für Bewohner, Wanderer und Urlauber. Genutzt wird der Landweg auch von den Landwirten, um auf die Ackerflächen zu gelangen. Großzügige Förderungen für den ländlichen Wegeausbau lassen daher die Entscheidung schnell für eine Wege-Versiegelung fallen. Wie können wir unter Berücksichtigung der verschiedenen Ansprüche eine gesunde Kulturlandschaft für die Zukunft gestalten? Über diese Themen wollen wir ins Gespräch kommen..
Die Wanderung war am 28.9.2019 zeitgleich um 14 Uhr an den Einmündungen des Weges in Qualitz mit dem Eingangsbereich zum Naturpark Sternberger Seenland und in Laase am Abzweig von der Dorfstraße. Ungefähr in der Mitte des Weges trafen sich die Wandergruppen auf dem Höhenrücken der Endmoräne zum gemeinsamen Picknick mit Blick ins weite Warnowtal.

dazu SVZ - Artikel

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Altes Pfarrhaus

Altes Pfarrhaus

Sonnabend, den 16.11.2019  19 Uhr  liest Brigitte Birnbaum

Wir können wieder gespannt sein.......

Die Schweriner Schriftstellerin Brigitte Birnbaum hat in ihrem Leben viel Glück gehabt und fast immer die richtigen Leute getroffen


Nein, diesen runden Geburtstag wird sie nicht groß feiern. Und Memoiren wird es von der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbuch-Autorin auch nicht geben. Wer mehr über die im damaligen Elbing geborene und in der Hochzeitskirche ihrer Eltern in Königsberg getaufte Brigitte Birnbaum wissen möchte, der erfährt es in ihren mittlerweile 26 Büchern mit einer Gesamtauflage von 1,2 Millionen Exemplaren, am meisten in ihrem vielleicht persönlichsten Buch, den 1996 im Demmler Verlag veröffentlichten „Annäherungen an Ernst Barlach“. Deren erste fiel auf einen Maitag des Jahres 1960 in Güstrow. Damals lagen eine glückliche Kindheit, eine mehr als verstörende Flucht aus Ostpreußen und die glückliche Familienzusammenführung am 30. April 1945 in Gadebusch schon anderthalb Jahrzehnte hinter ihr.
Ihre Vertreibung aus Elbing, wo sie seither nie wieder gewesen ist, geschah in der Nacht vom 23. zum 24. Januar 1945 auf Befehl deutscher Wehrmachtssoldaten. „Raus, raus. Alle raus. Sie müssen die Wohnung sofort verlassen. Elbing wird ab heute Kriegsschauplatz.“ Kriegsschauplatz. Ein ungewöhnliches, böses Wort. Aber der Wörtersammlerin Brigitte hat es sich eingebrannt, bis heute. In Gadebusch gab es Diskussionen über den künftigen Beruf der ältesten Tochter. Sie wollte Journalistin werden, ihr Vater, dass sie Medizin studiert. Der Kompromiss war die Ausbildung zur Apothekenhelferin, die sie in Gadebusch begann. Ordnung hatte sie schon von ihrem Vater gelernt, Genauigkeit lernte sie in den Apotheken von Gadebusch, Hagenow und Schwerin – ein winziger Fehler könnte in diesem Beruf ein Menschenleben kosten. Diese Genauigkeit beansprucht Brigitte Birnbaum bis heute auch in ihrem literarischen Beruf. Später verfasste sie auch mehrere Bücher über den schreibenden Apotheker Theodor Fontane, unter anderem über „Fontane in Mecklenburg“. Ein ganz neues, „Theodor Fontane – landauf, landab“, ist im Westentaschenformat im Thüringer RhinoVerlag Ilmenau kurz vor dem Druck.
Auch ihr eigenes Schreiben begann mit Artikeln für die Presse. Ihr erster Zeitungstext war 1956 eine Filmrezension der damaligen französischen Verfilmung von Stendhals „Rot und Schwarz“ mit Gerard Philipe in der Hauptrolle. Ihre Filmkritik konnte aber nur mit der abgekürzten Autorenangabe „von Brigitte B.“ erscheinen, da sie damals noch keine 18 Jahre alt war und eigentlich zu diesem Film gar nicht ins Kino am Markt gedurft hätte. Dennoch war dieser Text der Startschuss für viele weitere in der SVZ und im „Mecklenburg-Magazin“, wo sie ihre Bücherkiste mit literarischen Kostbarkeiten öffnete
Ihr erstes Buch, „Bert, der Einzelgänger“, erschien 1962 im DDR-Kinderbuchverlag. Vor allem aber hat sich die Absolventin des Leipziger Literaturinstituts „Johannes R. Becher“ in ihren Büchern für Kinder und Jugendliche immer wieder Künstlerpersönlichkeiten zugewandt: Barlach, Kollwitz und Heinrich Zille, aber eben auch Fontane und Alexander Puschkin. Bei einem Jubiläum des berühmten russischen Dichters hatte die Verbandsfunktionärin die Ehre, den DDR-Schriftstellerverband offiziell in der Sowjetunion zu vertreten, Blumen am Schauplatz seines tödlichen Duells nahe St. Petersburg niederzulegen, eine Rede zu halten, und sie durfte sich über einen charmanten Handkuss freuen – von Puschkins Urenkel, der als Setzer in einer Moskauer Druckerei arbeitete.
Etwas ist von Anfang an gleich geblieben. Bis heute besitzt Brigitte Birnbaum weder Handy noch PC, schreibt noch immer zuerst mit der Hand: „Ich brauche den leeren Bogen Papier und einen Bleistift.“ Dann tippt sie das Geschriebene per Schreibmaschine ab, manchmal noch mit der während ihrer Hagenower Zeit gekauften „Optima“. Die 400 Mark dafür waren damals sehr viel Geld, und da sie nicht so viel hatte, borgte ihr Benno Voelkner diese Summe. Der Schriftsteller gehört zu den Menschen im glücklichen Leben von Brigitte Birnbaum, von denen sie sagt, dass immer jemand da gewesen sei, der ihr weitergeholfen habe. Dazu gehört auch die Verlegerin Gisela Pekrul. Gerade hat die Chefin der Edition digital in Godern sich und der Autorin eine große Freude gemacht und sechs Geschichten und ein Märchen unter dem gemeinsamen Titel „Der Kuckuck im Auto“ herausgebracht.

Nein, diesen runden Geburtstag wird sie nicht groß feiern. Und Memoiren wird es auch nicht geben. Wer mehr von ihr wissen will, der lese den „Kuckuck“ und warte auf das zu Fontanes 200. Geburtstag 2019 erscheinende Westentaschenformat, worin die Apothekerin und Schriftstellerin Brigitte Birnbaum auch alle Apotheken vorstellt, in denen ihr doppelter Berufskollege je gearbeitet hat.